Gardinen und was sie mit Ihrem Glück und Erfolg zu tun haben

Sie denken, Sie brauchen in Ihrer Wohnung keine Gardinen? Sie glauben, Gardinen passen nicht zu Ihnen, Ihrem Stil? Dass Vorhänge und Gardinen in direktem Zusammenhang mit Ihrem Wohlbefinden und Ihrer Balance stehen können, erzählt Ihnen Maria Husch in unserem Gastbeitrag. Die Inneneinrichterin aus Wien stellt Ihnen Fragen, die Sie ganz neu über Gardinen nachdenken lassen.

Als Einrichtungsberaterin habe ich die Erfahrung gemacht, dass Fenstergestaltung eines der spannendsten und meistdiskutierten Themen ist. Bei vielen meiner Beratungen steht sie im Mittelpunkt und scheidet die Geister: Keine Gardinen – das geht ja gar nicht. Andere sagen: Vorhänge, niemals. Die Praxis zeigt, dass Vorhänge das effektivste Mittel zur Raumgestaltung sind, wenn es um Themen wie Wohlfühlen, Ruhe, Erholung, Rückzug aber auch Kommunikation und Erfolg geht. In jedem Fall hat die Fenstergestaltung aber eine Wirkung auf uns selbst. Daher stelle ich Ihnen heute ein paar Fragen, die Ihr Gardinenleben verändern werden.

Unser Zuhause spiegelt uns selbst, unser Innerstes, wieder. Je mehr wir dieses öffnen, desto mehr leben wir im Außen. In Zeiten von Erfolgsdruck, Stress, Burnout und Überlastung kommt das Selbst oft zu kurz. Gardinen geben uns die Möglichkeit bewusst zu entscheiden, ob wir uns zurückziehen oder die Außenwelt herein lassen wollen. Mut zur Fenstergestaltung – Mut zur Auseinandersetzung mit sich selbst?

Wohlfühlen heißt, die positive Energie im Raum zu halten. Fenster und Aussicht sind wichtig, doch es kann leicht zu viel werden. Wohin geht der erste Blick in Ihren Räumen? Bleibt er Zuhause?

Fenster ohne Vorhänge werden in der Nacht zu „schwarzen Löchern“. Dies sorgt für Spiegelungen, Verwirrung und Unruhe. Sie drücken auf das Gemüt. Würden Sie wirklich ganze Wände mit schwarzen Spiegeln verkleiden?

Spiegel zeigen unserem Unterbewusstsein immer die Wirklichkeit. Wenn sie also allein mit Ihren Lieben einen erholsamen Abend verbringen, dann sind immer doppelt so viele Menschen im Raum. Möchten Sie wirklich jeden Abend so viele Gäste einladen?

Unser Unterbewusstsein ist von seinen eigenen Erlebnissen und Erfahrungen gespeist, jedoch auch von der gesamten Menschheitsgeschichte. Wenn Sie zurück denken an die Steinzeit und ihre Höhlenbewohner, hätten sich diese mit all den (Höhlen-)Öffnungen wirklich wohl und sicher gefühlt. Heute wissen wir zwar, dass niemand hereinkommen wird, doch unser Unterbewusstsein sieht leider die Glasscheiben nicht. Sitzen Sie wirklich gerne permanent im Freien?

Leichte, moderne Gardinen geben uns die Möglichkeit, die Aufmerksamkeit im Raum zu halten. Beobachten Sie mal beim nächsten Familientreffen, wie die Aufmerksamkeit immer wieder hinaus geht. Beobachten Sie im Büro, wie oft Sie von Draußen träumen. Kommunikation, Aufmerksamkeit und Arbeitsleistung sollen aber im Raum stattfinden. Ist Ihnen die Welt draußen wichtiger als das aktuelle Gespräch am Tisch oder Ihre heutige Arbeit?

Textile Strukturen schaffen einen Ausgleich zu unserer Welt voller Glanz und Geradlinigkeit. Schauen Sie sich mal in Ihrem Zuhause und am Arbeitsplatz um. In unserer schnelllebigen Zeit ist alles strukturiert, glatt und genau definiert. Manchmal wirken wir unbewusst mit Unordnung und etwas Chaos entgegen. Gardinen geben uns die Möglichkeit mit fließenden, weichen Formen Kontraste zu setzen. Wie sehr sind Ihre Räume im Fluss?

Unzählige Gründe habe ich bereits gehört, wenn es um das Thema „keine Vorhänge“ geht. Gardinen seien altmodisch, erinnerten an die Kindheit oder passten nicht zur modernen Architektur. Manchmal gibt es technische Überlegungen wie Energieeffizienz, Lichteinfall oder ausgefallene Fensterformen. Viele meiner Kunden sind überfordert mit dem Angebot und schließlich scheint ihnen Fenstergestaltung relativ teuer. Alles Gründe, die mit kreativen Ideen, guter Beratung und etwas Mut gelöst werden können. Wollen Sie sich von mangelnden Ideen, uralten Erinnerungen oder dem kleinen bisschen Faulheit wirklich von Glück und Erfolg abhalten lassen?

Sich für Gardinen zu entscheiden – heißt das also: keine freien Fenster, keine tolle Aussicht und kein Licht im Raum? Nein. Ich liebe es auch hinaus zu schauen, die Aussicht zu genießen oder ganz bewusst mal die Aktivität meiner Straße hereinzulassen. Wir sind heute baulich in der glücklichen Lage (und das erstmals in der Geschichte) mit großen Fenstern das Außen in die Räume zu holen. Die Gestaltung der Fenster mit Stoffen gibt uns die einmalige Möglichkeit, zwischen Rückzug und Offenheit zu entscheiden. Stunden der Ruhe bewusst zu genießen und wenn es dann Zeit ist: Vorhang auf für Neues!

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Maria Husch ist Einrichtungsberaterin und Raumcoach in Wien. Ihr Hauptaugenmerk liegt in der Verbindung von Raum und Mensch. Sie zeigt ihren Kunden, wie sie ihre Räume nutzen um ihre Ziele zu erreichen, um glücklich und erfolgreich zu sein. In ihrem Newsletter und in zahlreichen Artikeln schreibt sie regelmäßig, wie man die Sprache der Räume verstehen lernt.

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